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Komponentenausgabe (Y/Pr/Pb)

 
 
Auf Grafikkarten mit entsprechenden Anschlüssen* unterstützt ForceWare Release 60 die analoge Komponentenausgabe von SDTV-, EDTV- und HDTV-Formaten (Y/Pr/Pb-Signal). In den verfügbaren Formaten (480i, 480p, 720p, 1080i) wird damit eine beeindruckende Bildqualität erreicht.

Darüber hinaus stehen Korrekturmodi für Overscan-Probleme zur Verfügung. Diese verhindern, dass der Windows-Desktop bei der Fernsehausgabe abgeschnitten wird, sodass z. B. die Windows-Schaltfläche Start nicht mehr sichtbar ist.

Um derartige Probleme zu vermeiden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Zum einen kann einfach eine niedrigere Auflösung auf den Bildschirm ausgegeben werden (analog zu Overscan spricht man hier auch von „Underscan“). Dabei wird davon ausgegangen, dass bei normalen Fernsehgeräten ein Overscan von etwa 15% die Regel ist (dieser Wert ist zumindest das Ergebnis von NVIDIAs Untersuchungen an einer Reihe gängiger Standard- und HDTV-Modelle). Auf dieser Basis stellt der NVIDIA Treiber zwei neue Underscan-Auflösungen bereit, die sich optimal für die PC-Grafikausgabe auf einem HDTV-Gerät eignen (z. B. für Internet-Anwendungen oder Spiele). Im Detail sehen diese Auflösungen wie folgt aus:

  • 720p: 1088 x 612 (85% der vollen 720p-Auflösung von 1280x720)
  • 1080i: 1600 x 900 (85% der vollen 1080i-Auflösung von 1920x1080 wären eigentlich 1632 x 918, aufgrund des geringen Unterschieds wird jedoch 1600 x 900 verwendet)
Die zweite Lösungsmöglichkeit wird als „Overscan mit Bildverschiebung“ bezeichnet. Dabei überwacht der Treiber ständig die Position des Mauszeigers. Sobald sich der Mauszeiger einem der Desktop-Ränder nähert, wird das Bild auf dem Bildschirm leicht verschoben, sodass der betreffende Desktop-Rand komplett auf dem Bildschirm sichtbar ist. Prinzipiell handelt es sich dabei um einen „echten“ HDTV-Modus (720p bzw. 1080i), da stets die volle HDTV-Auflösung auf den Bildschirm ausgegeben wird. Dies hat zur Folge, dass nie der gesamte Desktop auf einmal angezeigt werden kann. So verschwindet zum Beispiel die Taskleiste mit der Start-Schaltfläche aufgrund des Overscans vom Bildschirm. Sobald sich jedoch der Mauszeiger den gerade nicht sichtbaren Bildbereichen nähert, verschiebt der NVIDIA Treiber das Bild automatisch so weit, dass die betreffenden Elemente sichtbar werden (und entsprechend der gegenüberliegende Desktop-Rand währenddessen vom Bildschirm verschwindet).

Als dritte Methode gibt es schließlich die Möglichkeit, einfach ohne weitere Sonderbehandlung eine echte HDTV-Auflösung auszugeben. Dieser Modus eignet sich beispielsweise für die DVD-Wiedergabe oder ähnliche Anwendungen. Das Bild wird dabei nicht gestaucht und auch nicht verschoben, wenn sich der Mauszeiger einem Desktop-Rand nähert.

Wie und wann Sie die verschiedenen Methoden optimal einsetzen, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen.
Anwendung Empfohlener Korrekturmodus Warum?
DVD-Anzeige Echte HDTV-Auflösung Die Underscan-Korrektur eignet sich in diesem Fall nicht, da sie die ursprüngliche Videoauflösung auf die niedrigere Underscan-Auflösung herunterrechnen müsste. Dies wirkt sich negativ auf die Bildqualität aus.

Dazu kommt, dass in den nicht sichtbaren Bildbereichen des Videosignals teilweise Zusatzdaten (Rohdaten für Untertitel usw.) untergebracht werden. Auf dem Bildschirm zeigen sich diese Daten als Rauschen. Die Produzenten gehen richtigerweise davon aus, dass der normale Zuschauer diese Bildbereiche aufgrund des Overscan-Verhaltens ohnehin nie zu sehen bekommt. Methoden wie Underscan oder Overscan mit Bildverschiebung würden nun jedoch dazu führen, dass genau diese unschönen Bildbereiche plötzlich auch sichtbar würden.
Internet Overscan mit Bildverschiebung
Underscan
Soll der Bildschirm zum Web-Surfen genutzt werden, muss das Browserfenster vollständig sichtbar sein. Ebenso verhält es sich mit anderen Windows-Anwendungen. Dies lässt sich mit den beiden genannten Modi erreichen.
Windows-Anwendungen
PC-Spiele auf dem Fernseher Underscan Wenn das Spiel ordnungsgemäß den Grafiktreiber abfragt und anschließend einen der unterstützten Modi anfordert, sollte die Grafikanzeige in einem der Underscan-Modi erfolgen, sodass das Bild komplett sichtbar ist.

Allerdings ist dies nicht bei allen Spielen der Fall. Teilweise sind die vom Spiel unterstützten Auflösungen festcodiert, sodass keine Möglichkeit besteht, eine Underscan-Auflösung zu verwenden. In diesem Fall müssen Sie nach einer anderen Möglichkeit suchen, die Auflösung zu korrigieren. Eventuell finden sich direkt am Bildschirm entsprechende Korrekturoptionen.

Nähere Informationen zur Konfiguration der analogen Komponentenausgabe in Verbindung mit Ihrer Grafikkarte finden Sie unter Configuring HDTV im ForceWare Release 60 User’s Guide (englisch).

* Wird unterstützt von Karten mit einem TV-Encoder des Typs Conexant 875 bzw. Philips 7108 sowie entsprechenden Anschlüssen.


 
 
 
 
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