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– zum Beispiel der letzte, noch ausstehende Reiseabschnitt der Saturnmission Cassini. So lässt sich mit Celestia der Weg der NASA-Raumsonde bis hin zu ihrem Eintritt in die Saturnumlaufbahn am 1. Juli 2004 nachverfolgen. Im Januar 2005 dann soll Cassini das Landegerät Huygens auf dem Saturnmond Titan absetzen. Von Huygens erwartet man sich unter anderem erste Bilder von der Oberfläche des Titan – die auch zeigen werden, ob es dort wirklich Seen aus flüssigem Ethan gibt, wie die Wissenschaftler spekulieren.
Doch natürlich ist auch eine Reise in die Vergangenheit möglich, zum Beispiel zu den frühesten astronomischen Großereignissen, die sich in den Geschichtsbüchern finden. Wie wäre es etwa mit der Sonnenfinsternis, die in Shakespeares König Lear erwähnt wird? (Allgemein wird angenommen, dass es sich dabei um die Sonnenfinsternis vom 2. Oktober 1605 handelt, als die Einwohner von London in einem seltenen Schauspiel sahen, wie die Sonne fast vollständig vom Mond verdunkelt wurde.)
Dynamische Wege durch die Daten: Die Reisewege vergangener und aktueller Weltraummissionen lassen sich ganz einfach nachfliegen.
Himmelskörper ganz nah im Blick – von der Erde über unser Sonnensystem bis hin zu entfernten Galaxien: Die Oberfläche unserer Nachbarplaneten lässt sich per Zoom-Funktion unter die Lupe nehmen. Ebenso stehen detaillierte 3D-Modelle von in der Vergangenheit gestarteten Raumsonden zur Verfügung.
Kein anderes 3D-Visualisierungswerkzeug bietet derart vielfältige Möglichkeiten, unser Universum ganz bequem am PC zu erkunden. Und da Celestia auf einem ganz normalen PC mit einer handelsüblichen Grafiklösung (am besten natürlich von NVIDIA) arbeitet, steht dieses Erlebnis einem breiteren Publikum offen als je zuvor. Lehrer vermitteln ihren Schülern mit Celestia die Faszination der Wissenschaft, Forscher bei der NASA und anderen wissenschaftlichen Instituten nutzen Celestia, um ihre Daten auf realistische Art und Weise zu visualisieren. Doch auch die interessierte Öffentlichkeit kann mit Celestia einen Blick ins All werfen – zum Beispiel auf die neuesten Marsbilder, übermittelt von der Sonde Mars Global Surveyor, die gerade den Roten Planeten umkreist. Sowohl als lauffähiges Programm als auch in Quellcode-Form steht Celestia auf der NVIDIA Website kostenlos zur Verfügung – eines der Entwicklungsziele war schließlich ein möglichst offenes und flexibles Programm. Laurel hofft, auf diese Weise seinen Teil zu neuen Weiterentwicklungen in der wissenschaftlichen Visualisierung beizutragen. Mit Erfolg: „Bei der NASA sind wir begeistert von Celestia – und tun einiges, um die Entwicklung der Software zu unterstützen“, meint beispielsweise Patrick Hogan, verantwortlich für das NASA Learning Technology Project.
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