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Spiel: Splinter Cell

 
 

Entwickler: Ubi Soft Montreal Herausgeber: Ubi Soft        

In diesen Tagen tauchen in Diskussionen oder in den Nachrichten Begriffe wie "Gegenspionage", "Terroristen" oder "Militärtribunal" mit schöner Regelmäßigkeit auf. Die Welt ist heute anders, als sie es noch vor ein paar Jahren war: Die US-Regierung und das Militär sind an zahlreichen Einsätzen rund um den Globus beteiligt.

Ein Autor, der immer wieder mit Thrillern - Fiktion zwar, doch wirklichkeitsgetreu bis ins Detail, was militärische Aktionen oder Ausrüstungsgegenstände angeht - an die Öffentlichkeit tritt, ist Tom Clancy (Jagd auf roter Oktober, Der Schattenkrieg). Ubi Soft hat eine Serie von Spielen entwickelt, die auf den Ideen von Tom Clancy basieren und Fans von Militärsimulationen genauso begeistern wie Fans von Action- und Abenteuerspielen.

Im neuesten Tom Clancy-Spiel, Splinter Cell, schlüpft der Spieler in die Rolle von Sam Fisher, Experte für Untergrundeinsätze bei einer Unterabteilung der National Security Agency (NSA), einem der Geheimdienste der USA. Sein Job ist es, sich in feindliche Anlagen einzuschleichen, unerkannt an Wachposten und anderen feindlichen Kräften vorbeizukommen, seine Mission zu erfüllen und wieder herauszukommen, ohne irgendwelche Alarme auszulösen oder getötet zu werden. Der Haken an der Sache besteht darin, dass Fisher bei allen seinen Einsätzen ganz auf sich allein gestellt ist - mit wenig oder gar keiner Unterstützung von außen. Wird er gefangen genommen oder getötet, würden die USA - ganz im Stil von "Mission: Impossible" - jegliche Kenntnis seiner Einsätze ableugnen. Für die internationale Politik hätte es dann den Anschein, als sei er auf eigene Faust oder als Söldner aktiv gewesen - daher der Spieltitel "Splinter Cell" (Splitterzelle).

Fisher ist mit den neuesten und modernsten Gerätschaften ausgestattet: von Nachtsichtgläsern über einen Mehrzweck-PDA, in dem er den Status der Mission erfasst, Notizen macht und mit seinen Einsatzleitern kommunizieren kann, bis hin zu einem Glasfaserperiskop, mit dem er um die Ecke schauen kann. Sein wichtigster Pluspunkt ist aber sein ausgeprägter Instinkt dafür, für den Feind unsichtbar zu bleiben. Fisher bewegt sich im Schatten, verbirgt sich hinter natürlicher Deckung und kann so unentdeckt in seine Ziele eindringen.

Ubi Soft hat die Hauptfigur mit einer Reihe von Fähigkeiten ausgestattet, die sehr gut animiert sind und lebensecht wirken. Zum Beispiel kann Sam mit einem Grätschsprung an die Decke schnellen, so dass er verborgen bleibt, selbst wenn jemand unter ihm hindurchgeht. Er kann sich mit dem Rücken gegen eine Wand oder Tür drücken und um die Ecke blicken, um die Lage zu orten. Eine Fülle ständig neuer Risiken, das gemäßigte Tempo des Spiels und die dynamische Musikuntermalung bauen bei jeder Mission immer neue Spannungsbögen auf.

Das andere Element, das zur Spannung beiträgt - das eigentliche Highlight bei Splinter Cell - ist der Einsatz von Licht und Schatten. Zwar wird bei 3D-Spielen seit jeher intensiv mit Licht und Schatten gearbeitet, aber Splinter Cell gehört zu einer neuen Spielegeneration, in der ausgeklügelte Beleuchtungseffekte dramatische Beziehungen zwischen den Figuren und ihrer Umwelt schaffen. Im Spiel gibt es zum Beispiel Getränkeautomaten, die einen dunklen Flur subtil in diffuses Licht tauchen, oder Licht, das durch Gegenstände gefiltert auf andere Gegenstände fällt. Die realistische Wirkung solcher Szenen ist beeindruckend: Da fällt Licht durch einen Lattenzaun und wirft ein Schattenmuster auf die Wände und auf Fisher, wenn er sich dort entlang bewegt.

NVIDIA sprach mit Xavier Fouilleux, dem Produktmanager für Splinter Cell bei Ubi Soft, der viel Interessantes zu Aufbau und Merkmalen des Spiels zu sagen hat.

NVIDIA: Der Name Tom Clancy ist mit einigen populären und hervorragenden Videospielserien verbunden, zum Beispiel Rainbow Six und Ghost Recon. Inwiefern soll sich Splinter Cell von diesen Vorgängerspielen abheben?
Xavier Fouilleux: Alle Tom Clancy-Spiele zeichnen sich durch die gleichen besonderen Qualitäten aus: kompromissloser Realismus, komplexe Story und gut trainierte Eliteeinheiten. Aber Splinter Cell ist doch ganz anders als Spiele wie Rainbow Six oderGhost Recon, bei denen Kommandos aus mehreren Personen die Action bestimmen. Sam Fisher, der Held von Splinter Cell, agiert allein und nicht als Teil eines Teams wie bei anderen Clancy-Spielen. Das Spiel zeigt die Aktionen einer Geheimorganisation der Regierung, "Third Echelon" genannt, die das Ziel verfolgt, den Terrorismus durch Spionage und verdeckte Operationen auszulöschen. Bei Ghost Recon, geht es um die Einsätze einer militärischen Eliteeinheit, bei Rainbow Six dagegen um ein S.W.A.T.-Team der Polizei. Die Story von Splinter Cell ermöglicht völlig unterschiedliche Spielerfahrungen, wobei Clancy-Fans aber auch hier den besonderen Touch der anderen Clancy-Hits wiederfinden werden.

NVIDIA: Worum geht es bei Splinter Cell?
XF: Als zwei CIA-Agenten auf geheimnisvolle Art und Weise in der früheren Sowjet-Republik Georgien verschwinden, schickt Third Echelon, die geheime Unterorganisation der NSA, Sam Fisher, ihren fähigsten Einzelkämpfer, los, um die Agenten zu retten. Aber bald entdeckt Fisher eine viel tiefer gehende Verschwörung: einen Plan, der die gesamte Weltordnung zu destabilisieren droht und das Potenzial eines nuklearen Konflikts in sich birgt.

Fisher wird, wie allen Splitterzellen von Third Echelon, die Fünfte Freiheit zuerkannt - ein beispielloser Handlungsspielraum, der es ihm erlaubt, Amerikas Sicherheit mit allen nötigen Mitteln zu schützen. Als Einzelkämpfer hat er die Chance, Terroristen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen. Sollte er aber in feindliche Hände fallen, würde die amerikanische Regierung jede Kenntnis seiner Existenz abstreiten.

Also: die Zeit für Verhandlungen und Diplomatie ist vorbei. Die Stunde knallharter Action ist da! Aus der Dunkelheit zuschlagen... und unerkannt verschwinden. Du bist Sam Fisher, der Einzelkämpfer.

NVIDIA: Inwiefern war Clancy an der Konzeption und Entwicklung des Spiels beteiligt?
XF: Tom Clancy und sein Team arbeiten mit uns an der Konzeption und der Story und autorisieren das Ergebnis. Sobald die Story grünes Licht bekommen hat, überprüfen sie das Spiel an verschiedenen Punkten, um sicherzustellen, dass es den Clancy-Richtlinien entspricht.

NVIDIA: Die Grafik des Spiels hat sich im Vergleich zu früheren Spielen deutlich verbessert. Können Sie kurz auf einige visuelle Merkmale und Nuancen eingehen, die Splinter Cell zu bieten hat?
XF: Das ganze Spiel lebt von der Tarnung und die spezielle Licht-Engine wurde von Grund auf an die besonderen Anforderungen des Spiels angepasst. Auch Effekte wie Schattenpuffer und Schatteneffekte auf Pixelbasis kommen zum Einsatz. Im Spiel werden früher oder später sämtliche Lichteffekte gezeigt, die es überhaupt gibt, und das macht das Spiel visuell so einzigartig.

Auch für weiche Materialien gibt es spezielle Effekte: So kommen im Spiel zum Beispiel Fahnen, Vorhänge, Seile oder Spinnweben vor und werden sehr realistisch dargestellt. Die Materialien reagieren dynamisch auf Licht und Schatten und auf Bewegungen. Wenn ich zum Beispiel durch einen Vorhang hindurchrenne, dann verhält er sich anders, als wenn ich darunter hindurchkrieche, weil die Berührung dann weiter unten und langsamer erfolgt. Für solche Phänomene haben wir auch ganz eigene Schatteneffekte kreiert.

NVIDIA: Wie unterstützt die Grafik das Konzept des Spiels? Wie trägt sie zur Spannung im Spiel bei?
XF: Die Grafik, besonders die Licht- und Schatteneffekte, sind entscheidend - nicht nur für das Design des Spiels, sondern für die Story selbst. Schließlich beruht das ganz Spiel auf Tarnung - für Sam Fisher ist es entscheidend, im Schatten zu bleiben, damit er nicht entdeckt wird. Zu diesem Zweck haben wir das Spiel mit einer Fülle dynamischer Lichteffekte ausgestattet. Der Spieler kann im Spiel Lichter löschen, um sichere Zonen zu schaffen. Wenn eine Wache sich nähert und die Musik dramatischer wird, dann weiß der Spieler, dass er eine dunkle Stelle finden muss, um sich zu verstecken. Er kann sich umsehen, ob er das Licht ausschalten oder ausschießen kann - und sich dann in der Dunkelheit verbergen.

Es ist schwer, das Gefühl zu beschreiben, wenn man selbst in so einer Lage ist. Sich das Ganze mit eigenen Augen anzusehen, das hilft schon. Aber wie spannend das Spiel wirklich ist, das merkt man erst, wenn man es selber spielt.

NVIDIA: Erwarten Sie, dass sich Splinter Cell zu einer ständigen Franchise entwickelt, so wie Rainbow Six und Ghost Recon?
XF: Wir sind ganz sicher, dass die Fans des Spiels auch an weiteren Abenteuern von Sam Fisher interessiert wären. Und wir sind das natürlich auch - für den Fall, dass es weitere Splinter Cell-Folgen geben wird, haben wir auch schon ein paar tolle Ideen in petto.



 
 
 
 
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