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PSA Peugeot Citroen gibt Vollgas im Design-Bereich mit NVIDIA GRID und virtualisierten Arbeitsplätzen
PSA Screen

Kurze Designzyklen sowie die Reduzierung der Kosten pro Einheit sind die wichtigsten Faktoren für einen Fahrzeughersteller, um heutzutage konkurrenzfähig zu bleiben. Design-Gruppen stehen zunehmend unter Druck, möglichst schnell Fahrzeuginnovationen auf den Tisch zu bringen, sofort auf Marktanforderungen zu reagieren und ein immer größer werdendes Produktangebot zu unterstützen. Gleichzeitig benötigen externe Mitarbeiter, Lieferanten und Geschäftspartner einen optimalen Zugang zu Daten. Letzteres ist eine Herausforderung, deren Bedeutung und Umfang weiter zunimmt.

Die Herausforderung

Für den französischen Fahrzeughersteller PSA Peugeot Citroen (PSA) ist die Reduzierung von Zeit und Kosten bei jedem Design-Zyklus der wichtigste Faktor. Eine zentralisierte Daten-Infrastruktur und Ressourcen für externe Mitarbeiter sind ein unbedingtes Muss, damit diese einen effektiven Zugriff auf die CAD-/CAM-Daten haben und jederzeit qualitativ hochwertige Arbeit abliefern können. Um diese Zielsetzung umzusetzen, mussten die traditionellen Infrastrukturen ganz neu überdacht und bewertet werden; es war notwendig, die Weiterentwicklung der Einsatzmodelle für 3D-Applikationen neu zu definieren, die Datensicherheit zu verbessern und eine offene Infrastruktur zu erzeugen.

Bei PSA stehen mehr als 85.000 Computer in den zahlreichen Produktionsstätten, die zum Teil für Standard-Desktopanwendungen, aber auch für technologisch sehr hoch entwickelte 3D-Grafik- und rechenintensive Applikationen genutzt werden. Diese Computer laufen mit verschiedenen Betriebssystemen und ein hoher Prozentsatz ist bereits an virtuelle Blade-Server angeschlossen. Die bestehende Remote-Lösung bietet Zugriff für 500 Benutzer, einschließlich den Partnern, Subunternehmern und internationalen Sites mit einer 1:1-Verbindung über HP RGS mit NVIDIA-Quadro-Grafikkarten. Momentan hat ein Benutzer pro Blade Zugriff auf Software-Pakete wie Dassault CATIA. Der neue Ansatz sollte eine zielgerichtete Implementierung ermöglichen, um Workstations mit mittlerer bis hoher 3D-Grafik- und Rechenleistung zu virtualisieren.

PSA startete ein „3D-Virtualisierungsprojekt“, um Designern einen direkten Zugriff auf virtuelle Arbeitsplätze von jedem Ort der Welt aus zu bieten. Außerdem hatte PSA auf diese Weise die Möglichkeit, auf Nachfragen der Anwender mit optimaler Leistung zu antworten und die Kosten durch die Benutzung der zuvor verwendeten 1:1-3D-Remote-Lösungen zu reduzieren.

„Wir hatten uns für dieses Projekt ehrgeizige Ziele gesteckt“, sagt Alain Gonzales, Experte für Workstation-Grafiktechnologien und 3D-Visualisierung bei PSA Peugeot Citroen. „Wir wollten die gleiche Qualität der Designs bei gleichzeitiger Kostenreduzierung im Vergleich mit der klassischen Workstation-Nutzung erreichen. Außerdem mussten wir in der Lage sein, virtuelle Workstation-Leistung auf Nachfrage sofort bereitzustellen und die Sicherheit und die Konsolidierung von Daten zu verbessern. Zusätzlich sollten Wartungsmaßnahmen und Leistungsaufnahme reduziert werden und unsere Designer sollten ein großes Maß an Mobilität erhalten.“

Die Lösung

PSA Blades

Damit sich PSA diesen Herausforderungen stellen und zu einer erhöhten Produktivität innerhalb der Mitarbeiterschaft gelangen konnte, musste sich das Unternehmen auf ein flexibleres und mobileres Konzept einlassen.

Die bestehenden, auf Blade-Server basierten Remote-Workstations wurden aktualisiert. Gleichzeitig wurden neue Remote-Workstations geschaffen, um den Mitarbeitern Zugriff auf die Hochleistungs-Arbeitsplätze innerhalb der Server-Infrastruktur von PSA zu bieten. Mit der NVIDIA-GRID-Technologie können jetzt externe Mitarbeiter auf grafikintensive Anwendungen von jedem Ort der Welt und mit jedem beliebigen Gerät zugreifen. Die vorhergehende Rack-Infrastruktur enthielt drei bis vier Server mit jeweils 16 Blades. Diese wurden aktualisiert und durch Erweiterungsboxen mit bis zu sechs NVIDIA-GPUs pro Box ersetzt, die je an ein CPU Blade angeschlossen sind. Durch die Kombination der CPU Blades mit den GPU-Erweiterungsboxen können Systemadministratoren 48 vollständige, externe Arbeitsplätze pro Server bereitstellen.

Mit der Citrix-XenDesktop-Lösung für die Virtualisierung von Arbeitsplätzen kann ein externer Benutzer alle Vorteile nutzen, die ihm die CPU- und GPU-Ressourcen bieten. Bandbreitenverbrauch und Latenz sind reduziert und Bildqualität und Bildwiederholrate sind verbessert. Mit der schnellen Streaming-Display-Leistung von GRID gibt es keine Verzögerungen beim Bildaufbau mehr, so dass sich auch ein externes Datencenter lokal anfühlt. Die extrem hohe Energiedichte und GPU-Prozessorleistung führt zu einer deutlichen Senkung der Betriebskosten. Die Design-Ingenieure bei PSA können jetzt anspruchsvolle Software-Pakete auf externen Geräten mit der gleichen Qualität laufen lassen, wie sie es auf lokale Arbeitsplätzen gewöhnt sind; damit erzielt PSA eine deutlich verbesserte Produktivität.

„Eines unserer wichtigsten Ziele war es, den externen Mitarbeitern einen direkten Zugriff auf die Tools zu bieten, die sie benötigen, um ihren Job wirklich effizient erledigen zu können“, sagt Alain Gonzales. „Dies gelang uns mit NVIDIA GRID. Die Hardware ist betriebsbereit, der Prototyp läuft bereits und die Benutzerakzeptanz ist durchweg positiv. Außerdem gelang es uns, die Kosten pro Nutzer durch die virtuell beschleunigte Grafik-Lösung im Vergleich mit der 1:1-Remoting-Lösung um 40 Prozent zu senken.“

Die Auswirkung

Der Erfolg des 3D-Virtualisierungsprojekts ebnet für PSA den Weg für eine Ausweitung der neu konzipierten Remote-Lösung. Mehr Anwender in Europa und Übersee werden die neuen, virtualisierten Workstations nutzen. Zudem lassen sich erweiterte Compute- und Visualisierungs-Applikationen einsetzen. Mittel- bis langfristige Zielsetzungen sehen eine vollständige Virtualisierung der Grafiknutzung mit mehreren Nutzern per GPU vor. Und das bei einfacher Verwaltung, wie sie Anwender heutzutage fordern.