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Tikibots CUDA-basierte Compositing-Tools und NVIDIA Quadro beschleunigen Spezialeffekte in „Salt”

 
 
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Aufgabe

Für einen CIA-Agenten auf der Flucht ist Schnelligkeit das A und O – das hat schon Angelina Jolie alias „Evelyn Salt“ im Agententhriller „Salt“ von Phillip Noyce gezeigt. Aber auch bei der Produktion der Spezialeffekte für diesen Film kam es auf das Tempo an.

Verantwortlich dafür zeichnete der Moskauer Spezialist Tikibot, der innerhalb kürzester Zeit 120 Spezialeffekte kreierte. Die „unsichtbaren“ Effekte, die produziert werden mussten, reichten von der Erzeugung von Blutspuren und Explosionen über die Errichtung computergenerierter Gebäude bis zur Erweiterung der realen Orte um virtuelle Kulissen. All diese Spezialeffekte wurden anschließend mit dem aufgenommenen Filmmaterial kombiniert. „Bei unserer Arbeit kam es darauf an, das Interesse der Zuschauer auf das Wichtigste im Film hinzuleiten: die Story“, erklärt Kevin Jackson, Gründer und VFX Supervisor bei Tikibot.

Bei den Spezialeffekten in „Salt“ musste darauf geachtet werden, dass sie in mehreren Einstellungen einer Aufnahmesequenz zu sehen sind. Tikibot sollte daher nicht nur qualitativ hochwertige Effekte erzeugen. Entscheidend war auch, dass die Durchgängigkeit der Effekte gewahrt blieb, wenn sie in den gesamten Handlungsablauf integriert wurden.

Lösung

Die wichtigsten Erfolgsfaktoren dabei waren unter anderem Adobe Premiere Pro Creative Suite 5 (CS5) und NVIDIAs Quadro-GPUs. Kombiniert mit der massiv-parallelen CUDA-Architektur der NVIDIA-GPUs ermöglicht Premiere Pro CS5 eine Vorschau, Wiedergabe und Bearbeitung hochauflösender Aufnahmen und Effekte in Echtzeit.

Jackson und das Tikibot-Team nutzten eine Vielzahl von knotenbasierten Compositing Software-Tools wie Autodesk Maya zur 3D-Animation, RenderMan von Pixar für das Rendering und Adobe Premiere Pro zum Editieren und Abspielen der Sequenzen – alle unterstützt durch die hohe Rechenleistung der Quadro-GPUs.

„Mit unserer Computerausstattung sind wir genau die richtigen Ansprechpartner für budgetbewusste Filmproduktionen“, erklärt Jackson. „Wir haben zunächst Apple Final Cut eingesetzt. Als Adobe CS5 auf den Markt brachte, und speziell durch die NVIDIA-CUDA-GPU-Beschleunigung von Premiere Pro, stand für uns der Umstieg auf Premiere schnell fest. Eine schnellere Wiedergabe ist für die Bearbeitung von Spezialeffekten entscheidend, da wir diese ständig in einem hohen Tempo weiterentwickeln. “

Nutzen

Unter Verwendung des im Rechenzentrum Frankfurt, das heißt am Center for Scientific Computing CSC, installierten Parallelrechners Scout ist die Filterung eines solchen hochaufgelösten Datensatzes in weniger als drei Minuten möglich. Die komplette Rekonstruktion benötigt rund fünf Minuten. Zur Konfiguration des Scout-Rechners gehören 96 Tesla-C1060-GPUs, die auf 16 Knoten verteilt sind und eine Spitzenleistung von 100 Teraflops bieten. Die Kosten für das Gesamtsystem beliefen sich auf circa 270.000 Euro. Ein vergleichbarer CPU-basierter Parallelrechner wäre rund 20-mal teurer.

Durch die CUDA-beschleunigte Wiedergabe der visuellen Effekte war Tikibot in der Lage, eine erhöhte Effizienz mit Premiere Pro und den anderen Tools zu erzielen. In einer Szene, in der Salt bei Nacht ihre Kameraden auf einem Schiff angreift, gerieten die Filmaufnahmen zu dunkel und der Produktionsleiter wollte eine schnelle Lösung für die Nachbesserung der Filmsequenzen. „Wir haben eine rasche Farbkorrektur der Aufnahme, einen Weißabgleich und eine Aufhellung vorgenommen und konnten allein schon dadurch deutliche Verbesserungen erzielen. Das Ganze wurde mit computergenerierten Explosionen, Feuer, Rauch und Schüssen angereichert. Die CUDA-Beschleunigung war sehr hilfreich, um schnelle Ergebnisse in einer 1080p-Auflösung zu erzielen, und um eine riesige Explosion mit viel Schutt und Trümmern direkt hinter Salt zu produzieren. Dazu kamen einige schnelle Lichteffekte und ein kleiner digitaler Zoom, bevor die gesamte Szenerie in eine kontinuierlich ablaufende Sequenz übernommen wurde.“

Tikibot profitierte auch während der Überprüfung durch die NVIDIA-GPU-Hardwarebeschleunigung von Adobe Flash. Dessen Flash-basiertes Collaboration-Tool Studiopass ermöglichte dem rund um den Globus tätigen Produktionsteam die Betrachtung der Filmsequenzen in einer Auflösung von 1080p oder höher – und dies unter Beibehaltung einer hohen Bildqualität und Framerate.

„Die Migration von Final Cut zu Premiere Pro verlief völlig problemlos und mit einem minimalen Lernaufwand. Die CUDA-Beschleunigung sorgte für schnelle Effekte und eine gleichmäßige Videowiedergabe. Das abschließende Rendering ging sehr einfach und schnell. Zusammenfassend erwiesen sich Premiere Pro CS5 und NVIDIAs CUDA als Erfolgskombination, sie passen ideal in unser Portfolio und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.“

Tikibot ist bereits weit mit der Produktion der nächsten CUDA-basierten Premiere-Pro-Projekte fortgeschritten – einem zwei Filme umfassenden FIFA-Weltcup-Projekt unter der Regie von Rupert Wainwright und einer weiteren Zusammenarbeit mit Angelina Jolie. In dem Regiedebüt der Schauspielerin geht es um eine Liebesgeschichte im bosnischen Bürgerkrieg. „Wir sind sehr beeindruckt von der Effektivität der Premiere-Umgebung. Schon heute sind wir sehr gespannt auf neue GPU-beschleunigte Technologien, die es in Zukunft von Adobe und NVIDIA geben wird“, sagt Jackson.



 
 
 
 
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