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ESWC 2004: Der Medaillenregen geht weiter

 

Der letzte Wettkampftag der ESWC brachte die mit Spannung erwarteten Entscheidungen in den Hauptdisziplinen – die ganze eSport-Welt schaute gebannt auf die Matches des Jahres, die sich am Sonntag im Futuroscope abspielten.

 

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Die Spielerinnen von All 4 One nach ihrem
Sieg gegen die Gegnerinnen aus Brasilien

 

Zunächst hieß es ganz klassisch „Ladies first“: Den Anfang im Weltmeister-Titelkampf machten die Damenteams im Counter-Strike Masters. Im Finale trafen zwei Squads aufeinander, die beide schon eine wahrlich beeindruckende Turnierleistung hingelegt hatten – All 4 One (Dänemark) gegen LadieS.AMD (Brasilien). Letztere nahmen zu Matchbeginn auch gleich das Heft in die Hand, bevor die Däninnen den Spieß umdrehen konnten und sich erst einmal einen komfortablen Vorsprung herausspielten. Doch so leicht gaben sich die Brasilianerinnen nicht geschlagen: In einer fulminanten Aufholjagd glichen sie auf 10:10 aus. Vildkatten, Coach von All 4 One und bereits 2003 Finalistin, musste ihre ganze Erfahrung ausspielen, um die Situation wieder in den Griff zu bekommen und ihre Mädels zum Sieg zu führen. Doch zu guter Letzt wurden ihre Mühen belohnt: All 4 One holten Gold, LadieS.AMD mussten sich mit Silber begnügen. Im „kleinen Finale“ sicherte sich die Turnierneuentdeckung New4 (China) sensationell die Bronzemedaille gegen seules.

 

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Die Sieger des Unreal Tournament 2004 Masters

Wenig später ging es weiter mit dem Unreal Tournament 2004-Finale, das auf der Außenbühne ausgetragen wurde. Und es versprach ein echtes Knallermatch zu werden: Mit dem dreifachen Weltmeister GitzZz (Deutschland) und seinem Landsmann Burnie standen sich zwei Spieler gegenüber, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Unreal-Veteran GitzZz war angetreten, um sich zum vierten Mal in Folge die Weltmeisterkrone aufzusetzen, Burnie als alter Counter-Strike-Crack wollte beweisen, dass er nicht nur Taktik auf dem Kasten hat, sondern auch bei einem so schnellen Spiel wie Unreal Tournament 2004 mithalten kann.

 

Wie in allen bisherigen Finals der ESWC ging es auch hier sehr eng zur Sache: GitzZz sicherte sich die erste Runde, Burnie glich in der zweiten postwendend aus. Auch die dritte Runde folgte diesem Muster – erst kurz vor Schluss konnte Burnie mit einer Riesenleistung die Oberhand gewinnen und damit die Erfolgsserie von GitzZz beenden. Der dritte Platz auf dem Siegerpodest ging an Lauke (Niederlande), der sich im Kampf um Bronze gegen den Italiener ForresT durchsetzen konnte.

 

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Endlich: Korea triumphiert bei der ESWC

Als letztes Match auf der Außenbühne gab es das Warcaft 3-Finale zu sehen. Trotz der ungeheuren Popularität des Spiels in Südkorea hatten die koreanischen Warcraft-Cracks im Vorjahr den Titel verpasst – dieses Jahr war also Revanche angesagt. Die Chancen standen gut: FoV war bis ins Finale gelangt, wo mit dem Schweden MaDFroG, 2003 Silbermedaillengewinner, allerdings ein harter Gegner auf ihn wartete.

 

Und der hatte es in sich: Gleich zu Beginn der ersten Runde brachte er seinen koreanischen Kontrahenten mit einer ungewöhnlichen neuen Strategie völlig aus dem Konzept. Sollte es also ein Déjà-vu für Korea geben? Zumindest schien sich MaDFroG schon einen Tick zu siegesgewiss gewesen zu sein, denn in der zweiten Runde verlagerte er sich auf eine sehr aggressive Taktik. Die wiederum kam seinem Gegner sehr gelegen, der immer besser ins Spiel kam und mit dem Gewinn der zweiten Runde den Punktestand ausgleichen konnte. Damit war die Kampfmoral von MaDFroG angeknackst – der Schwede verlor die entscheidende dritte Runde, FoV sicherte sich mit einem redlich erkämpften 2:1 den Turniersieg.

 

Nach einigen Stunden Pause war es dann endlich soweit. Das Finale der „Königsdisziplin“ konnte beginnen – es ging um den Titel im Counter-Strike-Turnier der Herren. Entsprechend groß war das Zuschauerinteresse: Der Imagic-Pavillon platzte aus allen Nähten, für die „Draußengebliebenen“ wurde das Match auf großen Videowänden übertragen. Wer nicht persönlich vor Ort war, konnte das Spektakel erstmals auch per Direktschaltung auf Game One verfolgen – oder machte es wie die 17.000 anderen Fans, die sich per Internet-Streaming in das Geschehen einschalteten.

 

Und ganz wie erwartet wurde den Zuschauern Höchstspannung geboten: Die Dänen von Titans hatten alle Mühe, sich in einem turbulenten Match gegen die beeindruckend aufspielenden Schweden von spiXel durchzusetzen. Entsprechend eng der Endstand von 13 :11 – und entsprechend groß die Freude der Dänen über ihren Counter-Strike-Weltmeistertitel, mit dem sie das Vorjahreserbe ihrer Landsleute von Team9 antreten. Die Siegprämie von 40.000 US-Dollar haben sie sich redlich verdient!

 

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Wie in der Antike: Titans, die neuen Titanen der Gamingwelt