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CNN Wahlberichterstattung gewinnt deutlich mit NVIDIA Quadro

 
 

Fernsehsender sind immer auf der Suche nach einem Wettbewerbsvorteil auf dem hart umkämpften Markt der Fernsehnachrichten. Für die Wahlberichterstattung werden typischerweise alle Register gezogen. Da am Wahlabend mehr Zuschauer als gewöhnlich den Fernseher einschalten, geben sich die Fernsehsender besondere Mühe, ihre Wahlsendungen so ansprechend und beeindruckend wie möglich zu gestalten. Die eingesetzten 3D Grafiken lenken die Aufmerksamkeit auf sich und vermitteln den Zuschauern die benötigten Informationen zu spannenden Wahlergebnissen und ihren möglichen Folgen. Mit ihrer Hilfe hoffen Fernsehsender, das Publikum als regelmäßige Zuschauer ihrer Sendungen zu gewinnen.

CNN

Für die Wahlen in den USA 2010 beauftragte CNN den unabhängigen Produzenten Jason W. Odell mit der Erstellung eines komplexen virtuellen 3D Sets mit der Leistung von NVIDIA Quadro. Diese Live-Umgebung, die sogenannte CNN Election Matrix, präsentiert die Wahlergebnisse und andere politische Daten in besonders ansprechendem 3D Format. Odell kennt sich bei CNN und mit innovativen digitalen Fernsehproduktionen bestens aus. Im Jahr 2008 war er verantwortlich für das CNN Wahlteam, das mit einer beeindruckenden Datenwand und der ersten 3D Hologramm Fernsehübertragung überhaupt arbeitete. Dieses System ermöglichte eine so akkurate Darstellung von eingeblendeten Personen, dass es den Anschein hatte, als stünden sie direkt im Studio.

Die CNN Election Matrix basiert auf 3D Grafikworkstations mit leistungsfähigen NVIDIA Quadro Lösungen und Vizrt Software und ermöglicht eine einfache Interaktion mit statistischen Daten und Wahlergebnissen. John King und Ali Velshi steuerten die Datenanzeige über Touchscreens bzw. Tablets und informierten die Zuschauer in Echtzeit über die spannendsten Kopf-an-Kopf-Rennen im Senat und im Repräsentantenhaus.

David Bohrman, Senior VP bei CNN und Geschäftsführer der CNN-Niederlassung in Washington , äußerte in einem Interview in TV Newser kurz vor den Wahlen 2010: „Wir wollen die Leistungsfähigkeit der Datenwand vervierfachen, um die Wahlergebnisse so übersichtlich wie möglich zu präsentieren. Die Zuschauer erwarten umfassende Informationen zu allen Aspekten der Wahl. Mit unseren fortschrittlichen Online- und Fernsehtechnologien und dem 'Besten Politik-Team' wird CNN einen Wahlabend liefern wie nie zuvor.“

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Die Erstellung der CNN Election Matrix
Um die CNN Election Matrix zu erschaffen, mussten Odell und sein Team das existierende 465 Quadratmeter große Studio 51 von CNN in New York nachrüsten und die bisherigen Sets und Beleuchtungssysteme durch neue Kamera-Tracking-Systeme ersetzen.

„Die Kamera-Tracking-Technologie ist die Grundlage der neuen Umgebung, denn mit Kamera-Tracking lassen sich viele interessante Ergebnisse erzielen“, erklärt Odell. „Es war nicht ganz einfach, das CNN Studio für Kamera-Tracking nachzurüsten. Wir haben uns für die Motion Analysis Technologie für das Kamera-Tracking entschieden, da sie am flexibelsten einsetzbar ist und das Nachrüsten am einfachsten war.“

Das CNN Studio 51 wurde mit 48 Messkameras nachgerüstet, die es in ein virtuelles Studio verwandelten. Außerdem wurde eine 3 x 6 Meter große Green Screen im Studio aufgestellt, und in die Wand wurden zwei Multitouch Plasma-Touchscreens von Perceptive Pixel vertikal integriert. Vizrt, seit langem ein Grafiktechnologiepartner von CNN, lieferte die Grafikengine für die CNN Election Matrix, die auf der Leistung der NVIDIA Quadro Digital Video Pipeline und Quadro Grafikprozessoren basiert. Mit diesem System konnten die Wahlergebnisse als farbige Blöcke dargestellt werden, die scheinbar aus dem Boden wuchsen.

Am Wahlabend 2010 standen die CNN Election Matrix und sechs Tracking-Kameras im Studio bereit. Die Videobilder dieser Kameras wurden in das Vizrt System eingespeist, das auf NVIDIA Quadro Hardware basiert, und die VizIO Software verarbeitete die Motion Analysis Kamera-Tracking-Daten. Diese Telemetriedaten wurden in sechs VizEngines eingespeist (eine Engine pro Kamera), die den gesamten Kamerabetrieb steuerten: Objektiv, Brennweite, Zoom, Position im Studio, Ausrichtung im Studio, etc.

Mit der Leistung von NVIDIA Quadro renderten die VizEngines jede Szene aus der korrekten Perspektive. Ein Vizrt Chromakeyer, der das NVIDIA Shader Feature nutzt, legte die Grafiken über die Green Screen mit den integrierten Touchscreens. Für die Elemente im Vordergrund wurde lineares Keying verwendet.

Zusammenstellung in Echtzeit
CNN „Die größte Herausforderung war, diese komplexe Umgebung in Echtzeit zu betreiben“, sagt Odell. „Wir wollten sowohl die grafische Darstellung der Wahlergebnisse mitten im Raum als auch die Touchscreenwand im Hintergrund gleichzeitig live anzeigen, und das erforderte eine Menge Polygone. Zum Glück konnten wir das Problem mit der Quadro Digital Video Pipeline lösen.“

Die NVIDIA Quadro Digital Video Pipeline ist branchenweit die einzige grafikprozessorbeschleunigte Lösung für Echtzeit-Erfassung, Verarbeitung und Bereitstellung hochauflösender Videoinhalte in Standard- und 3D-Sendeumgebungen. Außerdem ist es die einzige Plattform, die pro Grafikprozessor bis zu vier HD-SDI Videoeingangssignale und Ausgangssignale übertragen und gleichzeitig volle Grafikprozessorleistung zur Grafikverarbeitung bereitstellen kann. Die Digital Video Pipeline kann Grafikdaten direkt von der Grafikkarte als SDI Signal übertragen, ohne dabei über einen internen PC-Bus zu gehen, und spart so einen ganzen Arbeitsschritt.

„Ohne die NVIDIA Quadro Technologie wäre die CNN Election Matrix nicht möglich gewesen. Keine andere Lösung hätte unsere Anforderungen erfüllt“, sagt Odell.

CNN verließ sich für das System auf die bewährte Zuverlässigkeit von NVIDIA. Das Team arbeitete bis kurz vor der Übertragung an der Fertigstellung der dynamischen CNN Election Matrix und musste sich einfach darauf verlassen, dass die NVIDIA Technologie einwandfrei funktionieren würde – und das tat sie auch. Die Livesendung lief völlig reibungslos.

„Die Quadro Digital Video Pipeline ist aus zwei Gründen unverzichtbar“, erläutert Gerhard Lang, Chief Engineering Officer bei Vizrt. „Erstens ihre geringe Latenz, die dafür sorgt, dass die Kameraleute keine zusammengesetzten Bilder betrachten müssen, die der Live-Action hinterher hinken, denn das ist sehr verwirrend.

Noch wichtiger ist jedoch die Zeit, die mit diesem System für das Rendern zur Verfügung steht“, erklärt Lang weiter. „Die Quadro Digital Video Pipeline benötigt für den gesamten Videoübertragungsprozess von Video-In bis Video-Out nur 2,3 Millisekunden pro Feld. Selbst bei den neun Rendering-Durchgängen, die Vizrt verwendet, um die Effekte innerhalb der 16,7  Millisekunden zu realisieren, die pro Frame bei einer Frequenz von 60 Hz zur Verfügung stehen, bleibt mehr Zeit zum Rendern komplexerer Grafiken und zusätzlicher Effekte. So wird das Endergebnis ansprechender und realistischer. Alles in allem ermöglicht die NVIDIA Quadro Technologie durch ihre extreme Leistungsfähigkeit wesentlich kreativeres Arbeiten.“

Bild mit freundlicher Genehmigung von Jason Odell



 
 
 
 
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